Hier da und dort
Nicht viel los hier, wie es scheint! Das höre ich in letzter Zeit öfter über meinen kleinen Blog. Nicht zu unrecht möchte ich meinen. Nun warum Blogge ich so wenig derzeit? Erlebe ich etwa nichts? Gibt es nichts in meinem Leben das ich Bloggen könnte?
Nein das ist es nicht, im Gegenteil. Im moment ist mein Leben zwar nicht einfach, insbesondere mit Geldsorgen mangels Nebenjob im Nacken, aber doch unglaublich schön und spannend für mich. Es ist eher so das zuviel los ist. Ich versuche irgendwie alles zu jonglieren und habe grad das Gefühl das um mich herum alles wirbelt und strömt. Um mich ist alles in Bewegung, festgefahrener Alltag gerät in Fluß, alte 'unumstößliche' Wahrheiten werden gekippt und durch neue Erkenntnisse ersetzt.
Das Leben ist nicht einfach, hält aber einen unglaublichen Vorrat an Schönem bereit. Für mich ist das Myrtha, das dürfte kaum noch jemanden hier überraschen. Das sie so weit weg ist macht das Leben zwar komplizierter, motiviert mich aber auch über mich hinauszuwachsen. Die Idee eines Praktikums im Ausland ist nicht mehr nur ein "wäre nett", es ist mein festes Ziel. Ich suche und organisiere, weil es mir nicht nur die Möglichkeit gibt mal dem Trott 'Göttingen' zu entfliehen, so gern ich auch hier bin, sondern eben auch mal einen Blick in die Industrie zu werfen der mir bislang verwehrt war. Mein erstes 'Betriebspraktikum' habe ich am Institut für Mikrobiologie und Genetik hier in Göttingen absolviert, also praktisch Uni-Intern. Daher drängt es mich jetzt endlich mal in die Wirtschaft zu blicken. Das ich vor allem in der Schweiz gucke ist da natürlich ein enormer Motivationsschub.
Langsam lerne ich Basel ein wenig kennen, bin ja gelegentlich dort. Momentan so alle 2-3 Wochen ungefähr. Diese Fahrten sind immer wieder großartig. Neue Gegend und neue Erlebnisse mit Myrtha, was kann ich mir mehr wünschen? Wir sind meist recht viel unterwegs und 'Nehmen alles mit was wir kriegen können'. Bei meinem Letzten Besuch waren wir einen Tag Basel angucken, Herbstmesse (für Göttinger: stellt euch Schützenfest und Weihnachtsmarkt in einem vor) besichtigen, Shoppen und abends noch ins Od Theater: Sophokles' Antigone. Das Stück ist eine wirklich gelungene Mischung aus Moderne und Altertum, wie ich finde. Obwohl das Setting modern, ja fast post-apokalyptisch war, und die Schauspieler moderne Kleidung trugen haben sie doch den Text nah am Original gehalten und nicht kramphaft versucht das Stück in die Moderne zu transponieren. Der König der durch seine Kleidung wirkt wie ein Bürgermeister, aber überzeugend Sophokles Texte rüberbringt. Sehr spannende Sache. Alleine wäre ich nie darauf gekommen mir das anzusehen, und ich hätte echt etwas verpasst. Nicht das ich nicht gerne ins Theater gehe, aber ich glaube ich wäre nicht von alleine auf die Idee gekommen mir Antigone anzusehen.

Das ist etwas das ich im Moment auch stark erlebe, ich entdecke neues und traue mich mehr aus meinen gewohnten Bahnen heraus. Ich lasse mich jetzt viel offener auf neues ein, sei es Literatur, Musik, 'Styling'. Ich probiere derzeit zum ersten mal in meinem Leben Kontaktlinsen aus und finde es großartig. Es ist einfach toll mal eine Pause von der Brille zu haben und frei umhersehen zu können. Ein Blickfeld das zu 100% da ist und nicht zu 50% unscharf, in der Lage zu sein Dimension und Details meiner Umgebung gleichzeitig wahrzunehmen. Das ist einfach toll. Besonders nach 19 Jahren als Brillenträger.
All dies kostet natürlich Zeit und viel von dem was ich erlebe ist mir zu privat um es im Internet breit zu treten. Ich habe begonnen meine Gedanken, wenn ich das Gefühl habe "sie müssen raus" in eine Art Tagebuch zu schreiben - schlichte Textdateien auf meinem Notebook. Das empfinde ich zwar als sehr angenehm und hilfreich mit soviel neuem und schönen klar zu kommen ohne komplett 'überfahren' zu sein, nimmt mir aber auch einiges an Energie die ich sonst hier im Blog verwendet habe.
Seid in sofern versichert mir geht es gut, aber ich mag hier ein wenig Stummer sein als bislang üblich, denn ich bin einfach mal hier, mal da, mal dort. Sowohl gedanklich, als auch physisch.
Nein das ist es nicht, im Gegenteil. Im moment ist mein Leben zwar nicht einfach, insbesondere mit Geldsorgen mangels Nebenjob im Nacken, aber doch unglaublich schön und spannend für mich. Es ist eher so das zuviel los ist. Ich versuche irgendwie alles zu jonglieren und habe grad das Gefühl das um mich herum alles wirbelt und strömt. Um mich ist alles in Bewegung, festgefahrener Alltag gerät in Fluß, alte 'unumstößliche' Wahrheiten werden gekippt und durch neue Erkenntnisse ersetzt.
Das Leben ist nicht einfach, hält aber einen unglaublichen Vorrat an Schönem bereit. Für mich ist das Myrtha, das dürfte kaum noch jemanden hier überraschen. Das sie so weit weg ist macht das Leben zwar komplizierter, motiviert mich aber auch über mich hinauszuwachsen. Die Idee eines Praktikums im Ausland ist nicht mehr nur ein "wäre nett", es ist mein festes Ziel. Ich suche und organisiere, weil es mir nicht nur die Möglichkeit gibt mal dem Trott 'Göttingen' zu entfliehen, so gern ich auch hier bin, sondern eben auch mal einen Blick in die Industrie zu werfen der mir bislang verwehrt war. Mein erstes 'Betriebspraktikum' habe ich am Institut für Mikrobiologie und Genetik hier in Göttingen absolviert, also praktisch Uni-Intern. Daher drängt es mich jetzt endlich mal in die Wirtschaft zu blicken. Das ich vor allem in der Schweiz gucke ist da natürlich ein enormer Motivationsschub.
Langsam lerne ich Basel ein wenig kennen, bin ja gelegentlich dort. Momentan so alle 2-3 Wochen ungefähr. Diese Fahrten sind immer wieder großartig. Neue Gegend und neue Erlebnisse mit Myrtha, was kann ich mir mehr wünschen? Wir sind meist recht viel unterwegs und 'Nehmen alles mit was wir kriegen können'. Bei meinem Letzten Besuch waren wir einen Tag Basel angucken, Herbstmesse (für Göttinger: stellt euch Schützenfest und Weihnachtsmarkt in einem vor) besichtigen, Shoppen und abends noch ins Od Theater: Sophokles' Antigone. Das Stück ist eine wirklich gelungene Mischung aus Moderne und Altertum, wie ich finde. Obwohl das Setting modern, ja fast post-apokalyptisch war, und die Schauspieler moderne Kleidung trugen haben sie doch den Text nah am Original gehalten und nicht kramphaft versucht das Stück in die Moderne zu transponieren. Der König der durch seine Kleidung wirkt wie ein Bürgermeister, aber überzeugend Sophokles Texte rüberbringt. Sehr spannende Sache. Alleine wäre ich nie darauf gekommen mir das anzusehen, und ich hätte echt etwas verpasst. Nicht das ich nicht gerne ins Theater gehe, aber ich glaube ich wäre nicht von alleine auf die Idee gekommen mir Antigone anzusehen.

Das ist etwas das ich im Moment auch stark erlebe, ich entdecke neues und traue mich mehr aus meinen gewohnten Bahnen heraus. Ich lasse mich jetzt viel offener auf neues ein, sei es Literatur, Musik, 'Styling'. Ich probiere derzeit zum ersten mal in meinem Leben Kontaktlinsen aus und finde es großartig. Es ist einfach toll mal eine Pause von der Brille zu haben und frei umhersehen zu können. Ein Blickfeld das zu 100% da ist und nicht zu 50% unscharf, in der Lage zu sein Dimension und Details meiner Umgebung gleichzeitig wahrzunehmen. Das ist einfach toll. Besonders nach 19 Jahren als Brillenträger.
All dies kostet natürlich Zeit und viel von dem was ich erlebe ist mir zu privat um es im Internet breit zu treten. Ich habe begonnen meine Gedanken, wenn ich das Gefühl habe "sie müssen raus" in eine Art Tagebuch zu schreiben - schlichte Textdateien auf meinem Notebook. Das empfinde ich zwar als sehr angenehm und hilfreich mit soviel neuem und schönen klar zu kommen ohne komplett 'überfahren' zu sein, nimmt mir aber auch einiges an Energie die ich sonst hier im Blog verwendet habe.
Seid in sofern versichert mir geht es gut, aber ich mag hier ein wenig Stummer sein als bislang üblich, denn ich bin einfach mal hier, mal da, mal dort. Sowohl gedanklich, als auch physisch.
Labels: tagebuch


3 Comments:
Na, die Hauptsache ist doch, dass es dir gut geht. Da gleitet so ein Blog schon mal in die zweite Reihe und lässt erkennen, dass das Leben durchaus nicht digital ist.
Ich jedenfalls finde, man merkt, dass du glücklich bist, und das ist gut so.
Hey Fabian!
ich habe zwar schon sehr lange nichts mehr von mir hören lassen, aber jetzt muß ich meinen senf dazu geben.
Ich muß gestehen, ich bin beeindruckt. Du scheinst sehr glücklich zu sein und das freut mich ungemein. Achso, dein Styling experiment auf den Fotos sieht gut aus!!!!
Viele grüße aus Berlin^^
Hach, Fabian, das hast du aber schön geschrieben! Man merkt, dass es dir ziemlich gut geht im Moment.
Ich wünsche euch beiden einen schönen Advent, frohe Weihnachten und noch ganz viele schöne gemeinsame Stunden.
Mone
P.s. Dein neues Styling sieht übrigens richtig gut aus! Da muss man ja fast zweimal hingucken, um dich wiederzuerkennen...
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